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Technik & Klima

Welche Photovoltaik Anlagen eignen sich für das Schweizer Klima?

Viele Hausbesitzer in der Schweiz fragen sich: Lohnt sich eine Solaranlage wirklich, wenn es oft bewölkt, kalt oder schneebedeckt ist? Die Antwort überrascht viele: Moderne Photovoltaikanlagen funktionieren auch bei Schnee, Nebel und tiefen Temperaturen zuverlässig — und in manchen Fällen sogar besser als in wärmeren Regionen.

1'300–2'100

Sonnenstunden je nach Kanton

je nach Höhenlage und Region

+5–10%

Mehrertrag bei Kälte

dank physikalischem Temperatureffekt

25–30 Jahre

Lebensdauer auch im Schweizer Klima

mit Herstellergarantie

Solarertrag nach Region

Wie beeinflusst das Schweizer Klima die Solarproduktion?

Die Schweiz hat ein sehr vielfältiges Klima — vom nebligen Mittelland bis zum sonnigen Tessin. Was viele nicht wissen: Photovoltaikmodule brauchen kein heisses Wetter, sondern Licht. Und Licht gibt es in der Schweiz reichlich, auch im Winter.

Selbst im Mittelland mit durchschnittlich 1'500 Sonnenstunden produziert eine 10-kWp-Anlage rund 9'000–10'000 kWh pro Jahr — genug für einen grossen Teil des Strombedarfs eines Einfamilienhauses. Erfahren Sie mehr über die Kosten einer Solaranlage in der Schweiz.

RegionSonnenstunden/Jahr
Tessin (Lugano)ca. 2'157
Wallis (Sitten)ca. 2'000
Genferseeregionca. 1'800
Mittelland (Zürich, Bern)ca. 1'500–1'600
Ostschweiz (St. Gallen)ca. 1'500

Winterbetrieb

Was passiert mit Solarmodulen bei Schnee und Kälte?

Kein Problem

Schnee

Schnee auf Modulen reduziert kurzfristig die Produktion. Jedoch rutscht Schnee auf geneigten Dächern in der Regel schnell ab — die Module selbst helfen dabei, da sie leicht Wärme abgeben. Nach einem Schneefall ist die Anlage meist innerhalb von Stunden wieder voll produktiv.

Sogar vorteilhaft

Kälte

Photovoltaikmodule arbeiten bei Kälte effizienter als bei Hitze. Ab etwa 25°C sinkt der Wirkungsgrad leicht. Im kühlen Schweizer Frühling und Herbst hingegen produzieren die Module oft auf Hochtouren. Mehr dazu in unserem Artikel über die Solaranlage im Winter.

Reduziert, nicht null

Nebel

Im Nebel ist die Produktion reduziert, aber nicht null. Diffuses Licht wird von modernen Modulen noch teilweise in Strom umgewandelt. Besonders leistungsstarke monokristalline Module sind hier im Vorteil.

Tipp: Lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über Solaranlage im Winter mit konkreten Produktionszahlen und dem Winterstrombonus 2026.

Modulwahl

Welche Module eignen sich besonders für die Schweiz?

Nicht alle Module sind gleich gut für das Schweizer Klima geeignet. Diese Eigenschaften sind wichtig:

Empfehlung Mittelland

Monokristalline Module

Die häufigste Wahl für die Schweiz. Hoher Wirkungsgrad auch bei diffusem Licht, robust und langlebig. Ideal für das Mittelland und die Voralpen.

Ideal bei Schnee

Bifaziale Module

Produzieren auch von der Rückseite Strom — besonders nützlich bei Schnee, der das Licht reflektiert. Interessant für Regionen mit viel Schnee.

Berglagen

Niedriger Temperaturkoeffizient

Je kleiner der Temperaturkoeffizient, desto besser die Leistung bei Kälte. Besonders relevant für Höhenlagen in der Schweiz.

Lohnt sich Solar überall?

Lohnt sich eine Solaranlage in allen Schweizer Kantonen?

Ja — auch in sonnenarmen Kantonen lohnt sich eine Solaranlage. Die Gründe:

  • Die Strompreise in der Schweiz sind hoch
  • Die Bundesförderung (Einmalvergütung EIV) gilt in der ganzen Schweiz
  • Moderne Module auch bei diffusem Licht effizient produzieren
  • Die Amortisationszeit liegt auch im Mittelland bei 8–10 Jahren

Im Tessin amortisiert sich eine Anlage bereits in 4–6 Jahren — der beste Wert der ganzen Schweiz. Im Kanton Zürich liegt die Amortisationszeit bei 7–9 Jahren.

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Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert eine Solaranlage auch bei Bewölkung?+

Ja. Moderne Module produzieren auch bei bedecktem Himmel Strom, wenn auch mit reduzierter Leistung. Diffuses Licht wird teilweise in Energie umgewandelt.

Muss ich Schnee von den Modulen räumen?+

In der Regel nicht. Auf geneigten Dächern rutscht Schnee schnell ab. Das Räumen ist meist nicht nötig und kann die Module beschädigen.

Produziert eine Solaranlage im Winter überhaupt Strom?+

Ja, aber weniger als im Sommer. Im Winter sind die Sonnenstunden kürzer und der Winkel flacher. Eine gut dimensionierte Anlage produziert auch im Winter einen nützlichen Beitrag.

Sind Solarmodule winterfest?+

Ja. Hochwertige Module sind für Temperaturen bis -40°C ausgelegt und halten Schneelasten von mehreren hundert Kilogramm pro Quadratmeter stand.

Welche Kantone eignen sich am besten für Photovoltaik?+

Das Tessin hat mit über 2'100 Sonnenstunden den besten Ausgangspunkt. Aber auch im Mittelland und in der Ostschweiz lohnt sich eine Solaranlage — die Amortisationszeit ist etwas länger, aber immer noch attraktiv.